Cuz I Love You (Super Deluxe) by Lizzo | Album of the hour

Cuz I Love You (Super Deluxe) by Lizzo | Album of the hour
Quelle: (Cover/Cuz I Love You (Super Deluxe) von Lizzo)


Melissa Viviane Jefferson (* 27. April 1988 in Detroit, Michigan), besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Lizzo, ist eine US-amerikanische Sängerin, Rapperin und Songwriterin. Ihr zwischen Pop, R&B und Hip-Hop angesiedeltes musikalisches Schaffen widmet sich Themen wie Diversität und Body Positivity. 2019 veröffentlichte sie mit Cuz I Love You erstmals ein Studioalbum bei einem Major-Label, was ihr neben dem kommerziellen Durchbruch zahlreiche Nominierungen und Preise, darunter acht Nominierungen für den Grammy Award, einbrachte.




Leben


Melissa Viviane Jefferson kam 1988 in Detroit zur Welt und wuchs in einer Familie musikalischer Laien auf. Bis sie zehn Jahre alt war, wurde sie in der „Motor City“ ausschließlich mit Gospel sozialisiert. Dann übersiedelte sie mit ihren Eltern nach Houston, wo sie erstmals mit anderen Musikrichtungen, allen voran Hip-Hop, in Berührung kam. Sie begeisterte sich außerdem für klassische Musik und begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Flötenspiel. Während sie sich einigen R&B- und Rap-Gruppen anschloss, unter anderem der an Crime Mob angelehnten Cornrow Clique, spielte sie auch in Marching Bands und begann an der University of Houston ein Studium mit dem Hauptfach klassische Flöte. Nach einer Selbstfindungsphase entschied sie sich für eine Gesangskarriere. 2010 starb Lizzos Vater, zugleich ihr musikalisches Vorbild, was bei ihr eine Depression auslöste.


Karriere


Nachdem es in mehreren Bands in Houston zu keiner produktiven Zusammenarbeit kam, folgte Lizzo 2011 dem Ruf eines Freundes nach Minneapolis. Sie arbeitete an ihrer Stimme, wurde Frontfrau der Gruppe Lizzo & The Larva Ink und schloss sich der TLC-inspirierten Band The Chalice an. 2013 veröffentlichte sie beim Indie-Label Totally Gross Domestic Product ihr erstes Soloalbum Lizzobangers. Das Time Magazine nahm Lizzo daraufhin in seine Liste von 14 besonders vielversprechenden Künstlern für das Jahr 2014 auf. Im folgenden Jahr erregte sie als Background-Sängerin/Rapperin Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit Sophia Eris übernahm sie den Rap-Part auf dem Track BoyTrouble vom Prince-Album PlectrumElectrum. Daneben arbeitete sie mit Clean Bandit auf New Eyes und Bastille auf Torn Apart zusammen.

2015 erschien ihr zweites Studioalbum Big GRRRL Small World im Selbstverlag. In der Folge vernetzte sich Lizzo mit dem Produzenten Ricky Reed, der bereits mit Künstlern wie Kesha, Pitbull und Fifth Harmony zusammengearbeitet hatte. Reed verschaffte ihr einen Plattenvertrag mit Atlantic Records, und sie begann zwischen Minneapolis und Los Angeles zu pendeln, während sie an neuem Material arbeitete. Ihre erste Major-EP Coconut Oil mit der Durchbruchsingle Good as Hell erschien im Oktober 2016 und erreichte Platz 44 der Top R&B/Hip-Hop Alben. Lizzo ließ sich gänzlich in Los Angeles nieder, wo sie die Moderation der MTV-Sendung Wonderland übernahm.

In den folgenden zwei Jahren arbeitete sie an ihrem dritten Studioalbum. 2018 tourte sie mit Haim und Florence + the Machine und brachte unter anderem die Singles Fitness und Boys heraus. Anfang des Jahres 2019 erschien ihre bis dahin erfolgreichste Single Juice, die in mehreren Ländern die Charts erreichte und das Album Cuz I Love You ankündigen sollte. Die Verwendung ihrer Songs in einem Netflix-Trailer und anderen Werbespots, ein Auftritt beim Coachella Festival sowie mehrere Fernsehauftritte – unter anderem beim deutschen Neo Magazin Royale – steigerten ihre Popularität. Daneben entstand ein YouTube-Clip, in dem sie die bekannte „Jazzflöten-Szene“ aus Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy mit Will Ferrell parodiert. Ihr drittes Studioalbum erhielt hervorragende Kritiken und erreichte Platz eins der iTunes-Charts. Die auf der Deluxe-Edition des Albums enthaltene Single Truth Hurts erreichte knapp zwei Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung Platz eins der Billboard Hot 100 und wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Diese Erfolge machten sie am Jahresende mit acht Nominierungen zu einer der Favoritinnen für den Grammy Award. In den vier Hauptkategorien konnte sie sich nicht durchsetzen, sie gewann aber drei Auszeichnungen in den Feldern R&B und Pop.

Neben ihrem musikalischen Durchbruch begann sie auch an Filmproduktionen mitzuwirken. 2019 hatte sie zunächst eine Sprechrolle im Animationsfilm UglyDolls und später eine Nebenrolle an der Seite von Jennifer Lopez in der Krimikomödie Hustlers.

Eigenen Angaben zufolge hat sie 2020 einen Vertrag zur Produktion von Fernsehprogrammen für den Prime-Video-Streaming-Service von Amazon unterzeichnet.


Stil



Lizzo bewegt sich musikalisch zwischen R&B, Pop und Hip-Hop. Ihre eingängigen und selbstbewussten Songs führen poppige Basslines mit Gospel-Riffs zusammen und kombinieren ihre musikalischen Hintergründe aus Rap, Querflöte, Songwriting und Tanz. Sie selbst beschreibt ihre Musik als „Church with a twerk“. CNN verglich sie 2019 mit Amy Winehouse (aber profaner), Erykah Badu (respektloser) und Beyoncé. Ihre oft verspielten Texte behandeln Themen der Diversität wie Körperlichkeit, Sexualität, Hautfarbe oder Selbstbewusstsein. Lizzo ist inzwischen zu einem neuen Pop-Idol aufgestiegen, das Empowerment und Selbstliebe verkörpert. Mit ihren tanzintensiven Bühnenshows, farbenfrohen bis extravaganten Outfits und ausgefallenen Frisuren avancierte sie zu einer Ikone der Body Positivity und engagiert sich gegen Bodyshaming in den Massenmedien. Für das Albumcover von Cuz I Love You ließ sie sich 2019 nackt ablichten.



Diskografie


Studioalben


Weitere Studioalben


  • 2013: Lizzobangers

  • 2015: Big GRRRL Small World

EPs


Weitere EPs


  • 2015: Grrrl Prty × Bionik

Mixtapes


  • 2012: Due Process & Product (mit Johnny Lewis)

  • 2012: We Are the Chalice (mit Sophia Eris & Claire de Lune)

Singles



Weitere Singles


  • 2013: Batches and Cookies (feat. Sophia Eris)

  • 2013: Wegula (als Grrrl Prty)

  • 2013: Night Watch (als Grrrl Prty)

  • 2014: Let ’Em Say (mit Caroline Smith)

  • 2014: Paris

  • 2014: Faded

  • 2015: Humanize

  • 2015: Ain’t I

  • 2015: My Skin

  • 2015: Never Felt Like Christmas

  • 2016: Basement Queens (mit Sad13)

  • 2016: Phone

  • 2017: Scuse Me

  • 2017: Water Me

  • 2018: Fitness

  • 2018: Boys (UK: Silber, US: Gold)

  • 2019: Cuz I Love You (US: Gold)

  • 2019: Tempo (feat. Missy Elliott) (US: Platin)

  • 2019: Soulmate (mit Queer Eye) (US: Gold)

Chartplatzierungen als Gastmusikerin


Weitere Gastbeiträge


  • 2014: New Eyes (Clean Bandit feat. Lizzo)

  • 2014: Boytrouble (Prince & 3rdEyeGirl feat. Lizzo)

  • 2014: Torn Apart, Pt. II (Bastille feat. Lizzo & GRADES)

  • 2015: Iko (N.A.S.A. feat. Lizzo)

  • 2015: Hands Up Don’t Shoot! (N.A.S.A. feat. Sean Paul & Lizzo)

  • 2016: Boiled Peanuts (Astronautalis feat. Lizzo)

Auszeichnungen für Musikverkäufe


Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.


Filmografie


  • 2019: UglyDolls (Sprechrolle)

  • 2019: Hustlers

Auszeichnungen


Weblinks



  • Offizielle Website (englisch)

  • Lizzo bei AllMusic (englisch)

  • Lizzo bei Discogs

  • Lizzo in der Internet Movie Database (englisch)

Einzelnachweise



View all Lizzo music videos:
https://spothifi.com/album/32522/Lizzo/CuzILoveYouSuperDeluxe